Kondensationsentfeuchtung

Die Entfeuchtung mittels Kondensation hat den Vorteil, dass mit wenig Energie eine grosse Entfeuchtungsleistung erreicht wird. Voraussetzung dafür ist eine Raumtemperatur von über 10°C. Unterhalb dieser Temperatur sinkt die Effizienz markant. Für tiefere Temperaturen und/oder einer Zielfeuchtigkeit von unter 40%rF bietet sich die Entfeuchtung mittels Adsorptionstrockner an.

Wir haben uns auf die Entfeuchtung von Räumen im eher tieferen Temperaturbereich spezialisiert, wie wir sie in Schutzräumen, Zivilschutzanlagen, Stollen, Lagerräumen und Untergeschossen finden. Dabei setzen wir je nach Anforderung mobile oder fix montierte Entfeuchter ein.

 

 

Produkte der Kondensationsentfeuchtung

Welcher Entfeuchter: Konsolenmodell oder mobile Version?

Abgestimmt auf die klimatischen Verhältnisse in der Schweiz haben wir die Luftenfeuchter Lunor L-25 / 45 / 75 speziell für Keller, Lagerhallen, Archive, Garagen und das Gewerbe entwickelt. Dank der Heissgasabtauung ist der Betrieb bei tieferen Temperaturen sichergestellt.

Als Konsolenmodell mit nur 40cm Einbauhöhe! Dadurch findet sich auch in belegten Kellern oder vollen Lagern ein geeigneter Montageplatz. Erhältlich mit Konsolen für Wand- oder Deckenmontage.

Als mobiler Entfeuchter mit direktem Schlauchanschluss (geeignet für Räume mit Bodenabläufen).

Beste Entfeuchtungswerte erreichen wir bei Temperaturen von 15°C, was der durchschnittlichen Temperatur im Untergeschoss entspricht.

 

Typ                  Lunor L-25       Lunor L-45    Lunor L-75        

Wasserentzug

bei 15°C 60%rF

Liter/24h        9.2214.6623.65

Entfeuchter-Leistungszahl

Liter/kWh0.991.131.33
SchalldB(A)676362

 

Optionen:

  • Überlaufsicherung für den mobilen Entfeuchter
  • Stundenzähler
  • Externer Hygrostat zur genaueren und einfacheren Regulierung der Feuchtigkeit

 

Spezialanfertigungen:

Ihre Firmenfarbe ist Orange und Sie hätten gerne eine passende Gehäusefarbe? Die Situation verlangt für ein Konsolenmodell eine Überlaufsicherung? Sie benötigen eine spezielle Kupplung für den Anschluss an den Kondenswasserschlauch? Vieles ist möglich, rufen Sie uns an.

 

 

Wie funktioniert Kondensationsentfeuchtung?

Dampfförmig, flüssig oder fest

Wasser ist je nach Aggregatszustand dampfförmig, flüssig oder fest. In unserer Umgebungsluft befindet sich immer eine gewisse Menge Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf. Je wärmer die Luft ist, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Kühlt sich die Luft ab, verhält sich die Situation umgekehrt: Die Luft kann die Feuchtigkeit nicht mehr halten, sie kondensiert an kalten Oberflächen.

Lunor Luftentfeuchter der L-Serie funktionieren nach diesem Prinzip. Mittels Verdichter wird Kältemittel in einem Wärmetauscher verdampft, was dessen Oberfläche stark abkühlt (Die Verdampfungstemperatur ist abhängig von diversen Bedingungen). Die daran vorbeiströmende Luftfeuchtigkeit kondensiert, die Luft wärmt sich wieder auf und wird raumwarm und trocken ausgeblasen.

 

Relative Luftfeuchtigkeit / effektive Menge Wasser in g/kg Luft

Der Begriff relative Luftfeuchtigkeit bedeutet, dass jene Luft zum genannten Prozentsatz gesättigt ist. Wenn wir von 60% relativer Luftfeuchtigkeit sprechen, besagt diese Zahl nur, dass eine Einheit Luft zu 60% mit Wasser gesättigt ist. Wieviel Wasser das effektiv in g/kg ist, wissen wir nicht. Wir wissen nur, dass die Luft noch in der Lage ist, weitere 40% aufzunehmen, bevor es zur Kondensation kommt. Wir brauchen zusäztlich die Information bei welcher Temperatur - und wenn man es genau nimmt, auch  bei welchem Luftdruck - die entsprechende Messung vorgenommen wurde.

Am HX-Diagramm lesen wir ab, dass Luft mit 60%rF bei 20°C auf ca. 450 M.ü.M. eine effektive Wassermenge von 9.2g/kg Luft enthält.

Kühlen wir diese Luft auf 16°C ab, steigt die relative Luftfeuchtigkeit auf 80%rF an. Sie enthält aber immer noch 9.2g Wasser pro kg Luft. Erschaffen wir nun eine kalte Oberfläche, die wir auf unter 12°C abkühlen, steigt die Luftfeuchtigkeit auf 100% an. Der Wasserdampf beginnt zu kondensieren, wir sprechen vom erreichten Taupunkt.

Badezimmerspiegel oder Kellerwand - Das Prinzip bleibt sich gleich

Schön nachvollziehen lässt sich der theoretische Ansatz, wenn nach dem Duschen das eigene Spiegelbild aufgrund kleinster Wassertropfen nicht mehr sichtbar ist. Der kältere Spiegel fungiert als natürlicher Luftentfeuchter, auf der kalten Oberfläche kondensiert der Duschdampf. Am Spiegel ist das Phänomen am besten sichtbar, doch auch die Wände, Decke und Boden sind von feinstem Kondensat bedeckt.

Vor allem in nicht isolierten Untergeschossen führen diese physikalischen Grundsätze zu enormen Feuchteschäden. Kühlt sich warme und feuchte Aussenluft im Keller ab, steigt die relative Luftfeuchtigkeit an. Feuchteschäden an Lagergütern entstehen bereits ab 65%-70%rF, natürlich immer abhängig davon, was gelagert ist. Ist die Luftfeuchtigkeit konstant bei 65-85%rF, kann sich Schimmelpilz bilden und wachsen.

Aussenluft darf also nur in den Keller gelangen, wenn die effektive Wassermenge der zugeführten Luft tiefer ist, als die bestehende Luft im Untergeschoss. Als Faustregel gilt, dass dieser Zustand nur in den kalten Wintermonaten zutrifft. Entfeuchtung über Lüftung bedarf einiges Know-How und darf nur mit einer durchdachten Steuerung stattfinden.

Steuerung und Überwachung

Wo die Feuchtigkeit messen? Wie die Entfeuchtung überwachen?

Eine effiziente Kälteeinheit benötigt  eine durchdachte Steuerung, damit die Entfeuchtung effizient abläuft. Am wichtigsten ist dabei die Platzierung des Hygrostaten (der Messstelle), welcher über den Betrieb der Anlage entscheidet. Alle Lunor Entfeuchter sind Hygrostatgesteuert. Eine einfache Ein-/Aussteuerung oder die Steuerung über eine Zeitschaltuhr ist nicht zu empfehlen.

Das Ziel ist die Überwachung und gegebenenfalls die Entfeuchtung des Raumklimas. Darum muss der Hygrostat auch das Raumklima messen. Das Verkaufsargument "interner Hygrostat" suggeriert Sicherheit, führt jedoch oftmals zu falschen Messergebnissen und somit zu unnötigen Laufzeiten und Energieverbrauch. Ist der Hygrostat im oder am Gerät platziert, muss sichergestellt sein, dass dieser  das Raumklima misst und nicht ein im Entfeuchter entstehendes Mikroklima.

Interner Hygrostat

Bei Lunor Luftentfeuchtern ist der Hygrostat immer ausserhalb des Gerätes angeordnet. Standardmässig am Gehäuse, auf Wunsch ist anstelle des am Gerät befindlichen Hygrostaten ein externer Hygrostat erhältlich. 

Externer Hygrostat
Der externe Hygrostat lässt eine Verschiebung des Messpunktes um mehrere Meter und in andere Räume zu. Konkret wird also nicht im oder am Luftentfeuchter gemessen, sondern einige Meter davon entfernt. Der externe Hygrostat trägt somit zur genaueren Regulierung der Luftfeuchtigkeit im gesamten zu entfeuchtenden Raum bei.

 

Den Hygrostaten richtig einregulieren

Das einregulieren des Entfeuchters findet über eine längere Zeitdauer statt. Ein im Raum befindlicher Hygrostat mit Display (im Fachhandel oder bei Lunor erhältlich) zeigt die gemessene relative Luftfeuchtigkeit im Raum in Prozenten an. Ist dieser Wert zu hoch, den Hygrostaten tiefer drehen. Ist der Wert zu niedrig, kann der Wert nach oben korrigiert werden.

 

Erhältliche optionale Steuerungen zur Überwachung der Entfeuchtung:

 

Überwachung der Entfeuchtungsleistung
Wenn trotz des Signals des Hygrostaten keine Entfeuchtung stattfindet, gibt die Überwachung ein Signal über einen potentialfreien Kontakt an das Hausleitsystem ab.

Klimaüberwachung
Die Klimaüberwachung gibt - im Unterschied zur Überwachung der Entfeuchtungsleistung - ein Signal an das Hausleitsystem ab, wenn die relative Luftfeuchtigkeit über einem definierten Höchstwert liegt. So wird ausgeschlossen, dass Feuchteschäden aufgrund von Fehlmanipulationen am Entfeuchter entstehen: Steigt die Luftfeuchtigkeit zu hoch an, ist entweder der Hygrostat am Luftentfeuchter falsch eingestellt, der Entfeuchter wurde ausgesteckt oder er ist defekt.