Schutzräume Instandstellen - Erneuern - Umnutzen

Bei der Instandstellung, Erneuerung und Umnutzung von Schutzräumen und Zivilschutzanlagen ist grosses Detail-Fachwissen erforderlich, um zwischen Eigentümer und Behörde agieren zu können. Unser Vorteil ist unsere 70-Jährige Erfahrung, die uns zum ausgewiesenen Spezialisten macht. Wir planen für Sie Schutzraumprojekte im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten und begleiten Ihr Projekt bis zur Ausführung und schlussendlich der Abnahme der Schutzbaute durch die entsprechende Behörde.

Wir helfen Ihnen bei Instandstellungen von Schutzräumen im Ein- und Mehrfamilienhaus, Erneuerungen von Schutzräumen und Zivilschutzanlagen vor nach TWE und bei Umnutzungsprojekten von aufgehobenen Zivilschutzanlagen zu öffentlichen Schutzräumen. Wo keine Weisung vorhanden ist, finden wir im Konsens mit der Behörde eine sinnvolle Lösung.

Erneuerung von Schutzräumen und Schutzanlagen nach TWE

Wann wird ein Schutzraum erneuert?

Der bauliche Zivilschutz unterscheidet grob zwischen Personenschutzräumen und Schutzanlagen. Während jedem Einwohner ein Schutzplatz in einem Schutzraum zusteht, bilden die Schutzanlagen die Infrastruktur für die Zivilschutz-Organisationen.

Ab 1968 ist der Schutzraumbau (bis 200 Personen) normiert. Davor gebaute Schutzräume erfüllen die Mindestanforderungen an heutige Schutzräume nicht. Werden diese als erneuerbar eingestuft, kann in überschaubarem finanziellen Rahmen ein Schutzraum den Mindestanforderungen angepasst werden. Dies ist ein gutes Mittel um vor allem in bereits überbauten Städten und Gemeinden der negativen Schutzplatzbilanz entgegenzuwirken.

Gleiches gilt für die Anlagen: Erst mit den Technischen Weisungen für die Schutzanlagen der Organisation und des Sanitätsdienstes (TWO 1977) wurde der Anlagen-Bau normiert.

Der Umfang eines Erneuerungsprojektes ist in den beiden Weisungen TWE 1994 Schutzräume und für Zivilschutzanlagen gebaut vor 1977 in den TWE 1997 Anlagen geregelt.

 

Eckpunkte und Leistung Lunor bei einer Erneuerung nach TWE:

  • Unterstützen von Gemeinde und Kanton bei der qualitativen Einstufung
  • Berechnung des Fassungsvermögens, Auslegung der neuen Lüftung mit angepasster Abluftführung
  • Erstellen des Projektplanes (CAD) mit genauem Beschrieb aller erforderlichen Arbeiten inkl. erstellen der Plangrundlagen
  • Ausarbeiten eines Kostenvoranschlages für die Erneuerung des Schutzraumes (mit und ohne bauseitige Arbeiten)
  • Ausführen der bewilligten Arbeiten

 

Mögliches Szenario Ausführungsphase:

  • Detailaufnahmen auf dem Objekt zur Herstellung der massgefertigten Verschluss-Stahlplatten
  • Bauleitung auf dem Objekt, Koordination Fremdhandwerker
  • Demontage nicht mehr benötigter Druck- und Panzertüren
  • Montage nachträglich benötigter Panzerdeckel für zusätzliche Notausstiege oder Luftfassungen
  • Erneuerung der Lüftungszentrale inkl. Montage der Verteilleitungen und Ventile
  • Austausch sämtlicher Dichtungsprofile an Türen und Deckel
  • Verschliessen der Schutzraum-Hülle mittels Verschlussplatten
  • etc.

 

Die Erneuerung von Schutzräumen inklusive dem Rückbau von nicht mehr benötigten Komponenten zeichnet uns aus. Als Pionier im Schutzraumbau und Hersteller sämtlicher Komponenten kennen wir uns in allen Fragen rund um den Schutzraum bestens aus.

Umnutzung von aufgehobenen Zivilschutzanlagen zu öffentlichen Schutzräumen OeSR

Warum Zivilschutzanlagen umnutzen?

 

Werden Schutzanlagen von den Organisationen nicht mehr benötigt, geht die Nutzung an die Gemeinde zurück. Doch was soll nun aus dem ehemaligen KP oder der Sanitätshilfsstelle geschehen? Der Bund bezahlt die Kosten für den Rückbau der Anlage. Die wichtige Frage lautet jedoch: Was wird nach dem Rückbau geschehen?

Ein optimales Umnutzungsprojekt beschäftigt sich daher vor dem Rückbau mit dieser Frage. Anstatt die Sicherheitsinfrastruktur vollständig zurückzubauen, können oftmals Komponenten bei einer Umnutzung in einen öffentlichen Schutzraum OeSR genutzt werden. Eine intelligenter Planer beschäftigt sich daher gleichzeitig mit Rückbau- und Umnutzungsprojekt.

Für die Gemeinde ist die Umnutzung in einen OeSR eine sehr gute Möglichkeit, die Ersatzbeitragszahlungen trotz fehlenden Bauprojekten für die Schaffung von Schutzplätzen zu verwenden.

 

Warum dürfen die vorhandenen Liegeplätze der Zivilschutzanlage nicht einfach zum Bestand an Personenschutzplätzen gerechnet werden?

 

Eine Zivilschutzanlage beinhaltet komplizierte Anlagenbestandteile, die einen Unterhalt verlangen, beübt- und kontrolliert werden müssen, wenn diese im Ernstfall funktionieren sollen. Dies verlangt von einer Gemeinde, dass über Jahre diese Organisation aufrecht erhalten muss. Sinnvoller ist es, ehemalige Anlagen mit selbsterklärenden Komponenten aus dem TWP und TWS-Bereich auszurüsten. So vermindert sich der Unterhaltsaufwand für die Gemeinde und im Belegungsfall wissen sämtliche Verantwortlichen (und nicht nur einzelne Spezialisten), was zu tun ist.